Back-to-Church-Sunday

Back-to-Church-Sunday

Sonntag, 14. Januar 2018 um 10:00 Uhr


An diesem Gottesdienst werden zu Beginn des neuen Jahres alle neuen Gemeindemitglieder begrüßt. Sonst ist es ein ganz normaler Gottesdienst mit anschließendem Kirchkaffee. Es wäre schön, wenn viele bei der Aktion mitmachen könnten und ganz mutig einfach einen Freund oder einen Freundin zu diesem Gottesdienst einladen können. Ob die Person dann kommt oder nicht, soll gar nicht entscheidend sein. Wichtig ist das Einladen an sich. 

 

„Seit langem trage ich in mir die Idee, dass es doch möglich sein müsste, Menschen neu für den Gottesdienst zu interessieren oder sogar zu begeistern. ... Ich halte die Idee des Back-to-Church-Sonntags für eine Möglichkeit, den Gottesdienst neu für Menschen zu erschließen.“ So formuliert Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der EKD-Ratsvorsitztende seine Gedanken zum Back-to-Church-Sunday. 

Dahinter verbirgt sich ein Konzept, das in England entwickelt wurde und nun in vielen Ländern und  Kirchengemeinden erfolgreich ausprobiert wird. 

Die Idee hinter diesem Gottesdienstprojekt ist so schlicht und einfach, dass man von ihr eigentlich nur mit einem Schmunzeln berichten kann. Denn bei dem Back-to-Church-Sunday geht es schlicht und ergreifend darum, einen Freund einzuladen, mit zum Gottesdienst zu kommen.

Wenn man das macht, wenn man so mutig ist und jemanden bittet doch einfach einmal mitzukommen am Sonntagmorgen in den Gottesdienst in die Petrikirche, dann kann es sein, dass diejenigen, die andere einladen, sich auf diese Weise besonders mit ihrer Gemeinde und dem Gottesdienst identifizieren. Dann kann es sein, dass sich alle noch einmal genau überlegen, in wie fern der normale Sonntagsgottesdienst ein Ereignis ist, zu dem ich aus vollem Herzen und mit gutem Gewissen Freunde, Verwandte und Bekannte einladen möchte.

Schäme ich mich, dass ich in den Gottesdienst gehe oder finde ich das ganz normal und bin glücklich, dort Kraft und Orientierung für mein Leben zu erfahren.  Ist unser Gottesdienst wirklich so einladend, dass  Menschen, die noch keinen Stammplatz haben, schnell  einen Platz finden an dem sie sich wohl fühlen?
Finde ich mich als Neuankömmling zurecht, wenn ich in einem Gottesdienst zwischen drei Liederbüchern und noch einem Liedzettel hin und her jonglieren muss?

Werde ich als neuer Gottesdienstbesucher nach dem Gottesdienst mit aufgenommen in die Tischgruppen beim Kirchkaffee oder ist es eher schwer, dort einen schönen Platz zu finden? 

Und bin ich eigentlich nur Gast, wenn ich in den  Gottesdienst komme, oder auch als Teil der Gemeinde  und als Teil des Priestertums aller Glaubenden ein  Gastgeber für andere?

Um diese Fragen geht es beim Back-to-church-sunday, einem Konzept das in England zu Beginn der Schulzeit ausprobiert wurde.
Bei uns in der Herford Petri haben wir den Gottesdienst am 14. Januar 2018 auserkoren, dass er auf diese Weise neu mit Leben und mit vielen lieben Menschen gefüllt werden soll.

Was dann genau passiert werden wir sehen.


Bodo Ries für das Presbyterium